Neurodivergenz-Diagnostik

Stand April 2025: Bitte beachten Sie, dass ich PRINZIPIELL NUR für meine Patient*innen IM RAHMEN EINER PSYCHOTHERAPIE anbiete.

Ich kann keine externe Diagnostik durchführen. Wenn Sie nur auf der Suche nach einem Diagnostikplatz sind, wenden Sie sich bitte an Praxen mit Diagnostikschwerpunkt und/oder Hochschulambulanzen. Wenn Sie bereits in laufender psychotherapeutischer Behandlung sind und eine Diagnostik benötigen, fragen Sie den oder die Behandler*in, ob diese*r sich bei mir Supervision und/oder Fortbildung für die Diagnostik und Behandlung einholen möchte. Das hat den Vorteil, dass die Diagnostik nicht selbst gezahlt werden muss und mit jeder/jedem neuen Kolleg*in die Versorgungslage in der Neurodivergenzdiagnostik nachhaltig verbessert werden kann:

“Gib einem Mann einen Fisch und du ernährst ihn für einen Tag. Lehre einen Mann zu fischen und du ernährst ihn für sein Leben.” (Konfuzius)

Entsprechend diesem Zitat kann die Versorgung mit ausreichend Diagnostikstellen nur verbessert werden, wenn möglichst alle Psychotherapeutischen und Psychiatrischen Praxen in der Lage sind, ADHS und Autismus nach den aktuellen weltweiten Leitlinien und Wissenschaftsstandards zu diagnostizieren. Hierbei ist der Abbau vor Vorurteilen, gefährlichem Halbfachwissen und (Selbst-) Stigmatisierung eines meiner wichtigsten Anliegen.

Meine Autismus-Diangostik erfolgt angelehnt an die neusten neuroaffirmativen Forschungsansätze.

Meine Arbeit stützt sich insbesondere auf das Buch „The Adult Autism Assessment Handbook: A Neurodiversity Affirmative Approach“ von Davida Hartman und Kolleg*innen. Es bietet fundiertes Wissen für eine Diagnostik, die das subjektive Erleben autistischer Personen ernst nimmt – und neurodivergente Perspektiven konsequent einbezieht.

Bei der Diagnostik von Frauen und bei Patient*innen mit hohem Masking oder untypischeren Auftreten ist besonders viel Erfahrung und Neugierde notwendig. Der aktuellste Forschungsstand wird im [“Assessment of Autism in Females and Nuanced Representation - Integration Research into Practice”](https://search.worldcat.org/de/title/1401696126 von Gabrielsen et. al. (Springer, 2025) dargestellt. Hierbei gibt es in Deutschland einen großen Unterschied zwischen der Autismusforschung und praxis, der sich an vielen Uni-Kliniken immer mehr von der weltweiten Forschung entfernt. Dies schadet den Menschen, die nach Hilfe und Diagnostik suchen und bindet sie an veraltete Standards. In meiner Praxis erfolgt nach den ICD-11-Kriterien, wobei die Abrechnung immer noch nach ICD-10 erfolgen muss.

Für Patient*innen empehle ich verschiedene Bücher, um sich selbst zu informieren und die Diagnostik vor allem durch die Selbstwahrnehmung zu validieren. Besonders profitierten meine Patient*innen von:
Unmasking Autism - Devon Price (gibt mittlerweile es auch in deutscher Übersetzung)
Anders, nicht Falsch - Maria Zimmermann

Meine ADHS-Diagnostik erfolgt mittels DIVA 5 (Diagnostisches Interview für ADHS bei Erwachsenen, 3. Auflage) sowie Fremdanamnese (Zeugnisse, verbale und schriftliche Fremdbeurteilungen), WURS-K bzw. WURS-25 und WR-SB. Die Fragebogendiagnostik dient als Screening und sorgt nicht für die Bestätigung oder den Ausschluss einer Diagnose. In vielen Fällen liegt zusätzlich eine Hochbegabung oder Teilleistungsstörungen vor, die in anderen Praxen diagnostiziert und/oder weiterbehandelt werden sollte. Meine Praxis führt auch im Rahmen der Therapie keine Intelligenzdiagnostik durch.