Meine therapeutische Haltung
Mir ist zuerst einmal wichtig, für Sie einen sicheren, angstfreien Raum zu schaffen, in dem ich mir Ihr konkretes Problem genau anhören und verstehen kann.
Erst im zweiten Schritt werde ich mit Ihnen gemeinsam schauen, welche unbewussten Konflikte und Spannungen hinter Ihren Beschwerden und Symptomen liegen. Wenn wir gemeinsam schaffen, diesen unliebsamen Anteilen einen Namen und ein Gesicht zu geben, gelingt es uns auch mit ihnen ins Gespräch kommen. Nach meiner Erfahrung haben oder hatten diese Anteile eine wichtige Funktion, Sie zu schützen oder weiter zu bringen.
Sie sind für mich Expert*in für Ihr Leben und finden dann selbst einen neuen Weg, mit diesen bislang ungeliebten Anteilen umzugehen. Ich verstehe mich als Expertin für das psychologische Hintergrundwissen sowie als „Übersetzerin“ für das, was diese ungeliebten Anteile Ihnen „sagen“ möchten. Ich freue mich darauf, Sie bei diesem Prozess begleiten und unterstützen zu können.
Wichtig ist mir für die therapeutischen Prozesse in meiner Praxis, dass Neurodivergenz von meinen Patient*innen nicht ausgeschlossen werden sollte. Ich arbeite seit 2022 in eigener Praxis und seit 2019 in vielen verschiedenen Setting mit neurodivergenten und neurotypen Patient*innen. Mittlerweile hat sich herauskristallisiert, dass auch für mich nicht alle Formen von Neurodivergenz sichtbar sind und ich für Hinweise durch meine Patient*innen sehr dankbar bin. Auf der anderen Seite kann eine Therapie sehr ermüdend sein, wenn Patient*innen sich sehr sicher sind, neurotyp zu sein und diese Thematik ausklammern wollen. In machen Fällen akzeptieren sie nur eine Form von Neurodivergenz wie ADHS, aber haben große Schwierigkeiten mit Autismus (und andersrum). Das ist keine gute Basis für eine Psychotherapie.
Daher frage ich seit 2022 bei Therapieanfragen ab, ob Neurodivergenz eine Rolle spielt, sodass in meiner Praxis keine Behandlung mit einem “reinen TP”-Schwerpunkt mehr startet. Die Versorgung mit Therapeut*innen in der Psychodynamik ist wesentlich besser aufgestellt (wenn auch nicht optimal) im Vergleich zur Neurodivergenzaffirmativen Psychotherapie.
Viele neurodivergente Menschen kommen trotz unerkannter Diagnose relativ gut durch ihr Leben. Schwierigkeiten kommen dann erst bei ### #Lebenskrisen wie
- Übergang von Schule ins Studium
- Übergang von Ausbildung/Schule ins Berufsleben
- Prüfungsangst / Auftrittsangst
- Schreiben von Hausarbeiten und Abschlussarbeiten
- prolongierte oder sehr starke Trauer beim Tod eines Angehörigen oder eines Haustiers
- Schwierigkeiten in der Schwangerschaft
- Übergang in die Zeit als junge Mutter/Vater/Elternteil
- Paarkonflikte
- stark fluktuierende depressive Verstimmungen/Depressionen innerhalb des Zyklus
- Überlastung und Depressionen in der (Peri-)Menopause