Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie
Stand Dezember 2025: Aktuell werden wieder neue neurodivergente Patient*innen aufgenommen.
Mein Name ist Franziska Markus. Ich habe in Stendal Rehabilitationspsychologie studiert und im Anschluss die Psychotherapeutenausbildung für Erwachsene mit tiefenpsychologisch fundierter Ausrichtung absolviert und im Mai 2022 approbiert.
Richtlinientherapie
Ich arbeite nach der tiefenpsychologisch fundierten Richtlinientherapie. In unseren Therapiesitzungen werden wir Ihre aktuellen Lebensereignisse und Konflikte untersuchen. Dabei werden wir auch zugrunde liegende verdrängte Konflikte aus Ihrer Vergangenheit bearbeiten. Dabei verwende ich auch verhaltenstherapeutische, systemische und körperpsychotherapeutische Verfahren, die ich im Rahmen meines sehr praxisorientierten Studiums und den vielfältigen Einrichtungen, in denen ich Therapieerfahrung gesammelt habe, erlernen konnte. Psychodynamiken zeigen sich sowohl bei neurotypen als auch bei neurodivergenten Menschen. Gerade die Beziehungsdynamiken neurodivergenter Menschen - vor allem ohne oder mit späten Diagnosen - können sehr viel komplexer sein.
Achtung: Meine Praxis nimmt aktuell nur noch neurodivergente Patient*innen auf.
“Probleme kann man niemals mit der gleichen Denkweise lösen, durch die sie entstanden sind.” Albert Einstein
Soziales Umfeld
Gleichzeitig ist es mir wichtig gemeinsam herauszuarbeiten, wo ungesundes, toxisches Verhalten in Ihrem beruflichen oder privaten Umfeld einen wichtigen Faktor an Ihrer Erkrankung darstellt. Dabei habe ich auch die relativ unsichtbaren, unbekannteren Formen von psychischer Gewalt wie Gaslighting, Mobbing, Stalking und Ghosting im Blick. Ganz im Sinne von:
“Bevor Sie bei sich selbst eine Depression oder geringes Selbstbewusstsein diagnostizieren, stellen Sie sicher, dass Sie nicht von Idioten umgeben sind.” Sigmund Freud
Sicherer Hafen für LGBTQIA+-Personen
In meiner Ausbildung habe ich homo- und bisexuelle Patient*innen mit verschiedenen Erkrankungen behandelt. Durch meine eigenen und beruflichen Erfahrungen zeigt sich immer stärker, welchen Diskriminierungen queere, vor allem trans Menschen ausgesetzt sind.
Gerade im Bereich der psychodynamischen Verfahren halte ich es für wichtig, Hilfe anzubieten ohne in veralteten Hypothesen und wissenschaftlich überholten Denkmustern festzuhängen.
Meine Praxis ist auch offen für intergeschlechtliche Menschen, sowie Menschen in allen Beziehungsformen (mono/polygam, -amor, -romantisch, -sexuell) sowie auch für asexuelle und/oder aromantische Menschen offen.
Daher möchte ich mit meiner Arbeit diesen Menschen einen besonders sicheren Raum für LGBTQIA+-Personen zur Verfügung stellen, in dem psychische Beeinträchtigungen, die innerhalb und außerhalb von Diskriminierungserfahrungen entstanden sind, behandelt werden können.
“Ich hasse das Wort Homophobie. Es ist keine Phobie. Du hast keine Angst. Du bist ein Arschloch.” Morgan Freeman
Ich biete zudem transaffirmative Transitionsbegleittherapien an.
Affirmativ bedeutet, Queers bei Bedarf darin zu unterstützen, herauszufinden, auf welchen Wegen sie ihre Geschlechtsidentität leben möchten. Wenn dies vertrauensvoll und flexibel erfolgt, können Vor- und Nachteile von sozialen, juristischen und medizinischen Schritten besprochen werden. Die Entscheidungsverantwortung liegt aber bei der queeren Person. Manchmal ist es schwer auseinanderzuhalten, welche Ängste realistisch sind und wo es sich um (unbewusst) verinnerlichte, gesellschaftliche Transfeindlichkeit bzw. -negativität handelt. In jedem Fall spielt die Wirkmacht traditioneller Geschlechterrollenvorstellungen eine Rolle, welche uns alle mehr oder weniger bewusst beeinflussen. Die Allgegenwärtigkeit normativer Geschlechterbilder (Mann/Frau/Enby sollten So und So aussehen!) erschwert es sowohl Betroffenen als auch Psychotherapeut*innen, affirmativ und offen mit Geschlechtervielfalt umzugehen.
Ich möchte diesbezüglich einen möglichst flexiblen und kreativen Raum anbieten indem ohne Furcht vor Gatekeeping gemeinsam nachgefühlt und nachgedacht werden kann.
Nur weil es viele trans*-Menschen gibt, die ihren Körper verändern wollen, heißt das nicht, dass Du Deinen Körper auch verändern musst, wenn du trans* bist. Es gibt auch viele trans*-Menschen, die ihren Körper toll finden so wie er ist bzw. neutral eingestellt sind. Wenn Du Deinen Körper nicht verändern willst, dann ist das völlig in Ordnung. Denn trans* sein hat vor allem etwas mit der Identität zu tun und nicht zwangsläufig mit dem Körper.
Neurodivergente Schwangere und Eltern
Sowohl eine Schwangerschaft als auch die Elternschaft führen zu ganz besonderen Herausforderungen für Mütter und Väter, da alte Wunden und biografische Traumata in dieser sensiblen Phase geöffnet werden können. Niemals wird man im weiteren Leben so empfindlich für Veränderungen sein. Zudem weiß ich aus eigener Erfahrung, wie anspruchsvoll kleine und große Kinder sein können. Mit Hilfe bedürfnisorientierter Erziehung, bei denen auch die Bedürfnisse der Eltern beachtet werden, kann das Familienklima auch wieder ins Gleichgewicht gebracht werden. Ich begleite Sie gerne therapeutisch durch diese anspruchsvolle Zeit.
“Mir scheint, ich sehe etwas Tieferes, Unendlicheres, Ewigeres als den Ozean im Ausdruck eines kleinen Kindes, wenn es am Morgen erwacht oder kräht oder lacht, weil es die Sonne auf seine Wiege scheinen sieht.” Vincent van Gogh
Mein Schwerpunkt liegt hier besonders darin, dass sowohl neurodivergente Kinder häufig ein besonders sensibles Nervensystem haben, was für die “normalen” Erziehungsmethoden nicht ansprechbar und kompatibel ist. Gleichzeitig benötigen neurodivergente Eltern besonders viel Co- bzw. Selbstregulation, die sie in der eigenen Kinderheit und im Erwachsenenalter nicht gelernt haben.
In vielen Erziehungsratgebern, aber oft auch von Fachpersonen wie Lehrer*innen, Erzieher*innen und Kinder- und Jugendpsychothreapeut*innen werden die neurodivergente Kinder nicht als solche bezeichnet. Es dauert auch oft sehr lange, bis sie ein “Label”, eine Diagnose bekommen. Vor allem akademische Familien haben immer noch enorme Vorurteile, sodass lieber “netter klingende” Labels verwendet werden wie: “gefühlsstark”, “hypersensibel”, “hochsensibel”, “hochbegabt”, “anders”, “two-spirited”, “autonom”, oder weniger nett klingende Labels wie: “engstirnig”, “eigen”, “faul”, “schlecht erzogen”, “oppositionell”, “narzistisch”, “Problemkind” oder “Systemsprenger*in”.
In fast allen meinen Therapien spielt neben ADHS und Autismus auch Pathological Demand Avoidance (PDA) eine Rolle. Dies zeigt sich einerseits in erheblichen Partnerschaftsproblemen, aber vor allem auch in sehr herausforderndem Verhalten der Kinder und Jugendlichen. Beispielsweise fällt es diesen Personen schwer, sich zu entschuldigen, wenn sie etwas falsch gemacht werden. Sie gehen in eine Fight-Reaktion, greifen also die Person an, die Kritik geäußert hat. Andere PDA-ler*innen (er-)finden Geschichten, suchen Ausreden, schieben die Verantwortung auf andere oder bagatellisieren den Schaden. Das ist bei ganz kleinen Kindern manchmal noch “süß”, langfristig fügt das Beziehungen großen Schaden zu und macht Beziehungen auf Augenhöhe unmöglich. Besonders irritierend ist für Eltern, wenn Kinder in der Schule extrem angepasst sind/wirken, zuhause dann jedoch zusammenbrechen (autistisches Burnout) bzw. extrem aggressiv sind (Hauen, Beißen, Frust abreagieren).
Meine Praxis hebt sich insofern sehr stark von anderen Tiefenpsychologisch fundierten Einzelpraxen ab, da es mir nicht nur darum geht, einen psychodynamischen Konflikt zu verstehen, sondern auch die sensorischen und sozialen Bedürfnisse meiner Patient*innen und der jeweiligen Familienmitglieder zu verstehen. Ich biete keine Familien- oder systemische Therapie an, jedoch erlebe ich es als besonders wirksam und notwendig für die Verbesserung innerhalb der gesamten Familie, dass das Wissen über die Neurodivergenz sich auf möglichst alle Familienmitglieder bezieht.
Die Aufklärung und Einbeziehung der Eltern- und Großelterngeneration kann dazu führen, dass abgebrochene Kontakte wieder aufgenommen werden bzw. es kann verhindert werden, dass Patient*innen im Laufe der Therapie den Kontakt zur Familie abbrechen oder zurück fahren. Auch Trennungen sind vermeidbar, wenn möglichst nicht nur meine Patient*innen, sondern auch die Partnerpersonen ihre eigene Neurodivergenz testen und sich ggf. behandeln lassen. Hier arbeite ich mit spezialisierten Paartherapeut*innen zusammen bzw. verweise auf diese.
Therapieform und Kosten
Ich biete Einzelgespräche live und online für Selbstzahler*innen, Privatversicherte oder Beihilfeberechtigte an.
Die Kosten richten sich nach der Gebührenordnung für Psychotherapie (GOP) und unterscheiden sich je nach Komplexität der Symptomatik sowie Schwierigkeit und Zeitaufwand in der Behandlung. Hintergrundinformationen zum Thema “Zeitgemäße Behandlung - überalterte Gebührenordnung” finden Sie auf dem Faltblatt der Bundesärztekammer
.
Sind Sie privat versichert, klären Sie bitte vorab die Fragen aus dieser Checkliste ab.
Für gesetzlich Versicherte ist eine Behandlung über das Kostenerstattungsverfahren möglich. Prinzipiell hat jede GKV die Verpflichtung, bei Nachweis des sog. “Systemversagens”, die Kostenerstattung zu bewilligen. Oft sind die Krankenkassen unterschiedlich kooperativ und weitsichtig. Psychotherapie verringert nachweislich die Kosten für Krankschreibungen,
Nähere Informationen dazu finden sie im Faltblatt von Kassenwatch .
Bitte teilen Sie mir bei Therapieanfragen mit, bei welcher Krankenkasse Sie versichert sind.
Hinweis: Ich nehme keine neuen Patient*innen der Techniker Krankenkasse und der DAK im Kostenerstattungsverfahren an, weil diese nicht mit Privatpraxen kooperieren, Leistungen kürzen und/oder extrem hohe bürokratische Hürden auferlegen, die in einer Einzelpraxis nicht zu schaffen sind. Sie können sich gern auf Selbstzahlerbasis oder nach einem Krankenkassenwechsel bei mir melden. Im Idealfall lassen Sie sich vor einem Krankenkassenwechsel eine schriftliche Zusage geben, dass die Kosten übernommen werden und/oder Sie melden sich bei mir, damit ich bei Kassenwatch nachschauen kann, ob Ihre neue Krankenkasse kooperativ mit Privatpraxen zusammen arbeitet.
“Am Ende wird alles gut werden, und wenn es noch nicht gut ist, dann ist es noch nicht zu Ende.” Oscar Wilde
Psychische Erkrankungen, mit denen ich häufig arbeite:
- Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäts-Störungen (ADHS) in jeder Ausprägung (hypoaktiv/unaufmerksam, hyperaktiv/impulsiv und gemischt)
- Autismus-Spektrum-Störungen (ASS)
- Anpassungsstörungen und Depressionen als häufige Folge unerkannter Neurodivergenz
- Angststörungen wie Soziale Phobien, Generalisierte Angststörung, Panik- und Agoraphobie
- Zwangsstörungen (Zwangsgedanken und -Handlungen)
Folgende Störungsbilder kommen häufig vor:
- Traumafolgestörungen wie PTBS oder kPTBS
Ich arbeite mit Traumafolgestörungen begleitend, nicht als Schwerpunkt meiner Arbeit, da ich keine Traumaausbildung absolviert habe und dies nicht mein Behandlungsfokus ist - Teilleistungsstörungen wie Lese-Rechtschreib-Störung (LRS) und Rechenstörung (Dyskalkulie).
Diese sind oft komorbid bei ADHS. Ich unterstütze eine parallele Behandlung in Lern- und Ergotherapie.
Meine aktuelle Behandlungsfoki
- Pathologic Demand Avoidance / Demand Avoidance (PDA) = (Un-) Pathologisches Vermeiden von Anforderungen, übersensibles Nervensystem
- Rejection Sensivity Dysphorie (RSD) = hohe Zurückweisungssensibilität / hohe Kritikempfindlichkeit
- Restrictive / Avoidant Food Intake Disorder
- Zeitblindheit
- Gesichtsblindheit
- Sensation Seeking / Risk Seeking Behaviour
- Hochsensibilität / Reizverarbeitungsstörung
- Hochbegabung / Maskierungsverhalten / Kompensationsstrategien bei hoher intellektueller und/oder emotionaler Intelligenz
- Einfluss der (Peri-)Menopause/ bzw. der (Peri)-Andropause auf ADHS und ASS
- Einfluss der Hormonersatztherapie (HRT) auf ADHS und ASS
- Schilddrüsenerkrankungen und ADHS
Begleitung bei Chronischen Erkrankungen wie
- Myalgische Enzephalomyelitis / Chronisches Fatigue Syndrom (ME/CFS)
- Long Covid
- Endometriose bzw. Adenomyose
- Ehlers-Danlos-Syndrom
Terminvereinbarung
Zur Vereinbarung eines Termins setzen Sie sich bitte mit mir in Kontakt
:
Telefon: +49 177 8922902
E-Mail: praxis@franziskamarkus.de
Meine Fachpraxis für Neurodivergenz und Transitionsbegleitung ist hochspezialisiert und hat als Einzelpraxis nur sehr wenig Behandlungsslots. Die Kapazitäten für Neurodivergenzdiagnostik und -therapie sind deutschlandweit sehr rar, sodass ich mich entschlossen habe, nur noch Patient*innen mit einem Verdacht oder gesicherter Neurodivergenzdiagnose aufzunehmen.
Bei Bedarf schicke ich Ihnen die aktuelle Liste freier Kapazitäten für Berlin, damit Sie weiter suchen können. Wenn Sie neurotyp sind und auf der Suche nach Tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie sind, sind andere Praxen mit allgemeinem Schwerpunkt für Sie besser geeignet. Diese Patient*innengruppe kann ich leider nicht aufnehmen.
medflex: Digitale Praxis - Kontakt über Messenger und Video
(DSGVO-konform und für Sie kostenfrei)